Sommeliers

„Warte nicht auf einen schönen Moment für einen guten Wein, das Öffnen eines guten Weins ist ein schöner Moment.“

Text: Martine van der Deijl

Fotografie: NoPoint Studio's

Stil: Van Tilburg

Max (28) Restaurantmanager bei Van der Valk Hotel Amersfoort-A1

„Während eines Urlaubs in Österreich, ich war neunzehn, trank ich mein erstes Glas Wein. Ich weiß nicht mehr, welcher Wein es war, aber ich war beeindruckt von der Präsentation des Sommeliers und vor allem vom Geschmack. Mein Interesse an Wein war sofort geweckt.

Nach der Hotelfachschule begann ich 2019 im Service bei Van der Valk Hotel Amersfoort-A1. Dort gefiel es mir, aber die Michelin-Welt lockte. Nach einer Zeit in verschiedenen Sternerestaurants, wo ich viel lernte, aber auch den Leistungsdruck erlebte, kehrte ich zum Hotel Amersfoort-A1 zurück. Innerhalb von fünfzehn Minuten nach dem Versenden meiner Bewerbung wurde ich zurückgerufen und nach einem guten Gespräch konnte ich wieder anfangen zu arbeiten. Das stellte sich als ausgezeichnete Wahl heraus: Ich habe hier großen Spaß.

Ich teile mein Wissen und meine Leidenschaft für Wein mit Kollegen und Gästen. Ich frage nach ihren Wünschen, lasse sie probieren und suche den Wein, der perfekt zu ihnen passt. Der schönste Moment ist, wenn ich diesen richtigen Geschmack finde. Mein eigenes Sprichwort fasst das gut zusammen: „Warte nicht auf einen schönen Moment für einen guten Wein, das Öffnen eines guten Weins ist ein schöner Moment.“ Privat gehe ich gerne auf Weinreise, unter anderem an die Mosel, nach Languedoc und ins Burgenland. Auch zu Hause sieht man meine Liebe zum Wein: Es stehen fast fünfhundert Flaschen aus der ganzen Welt. Meine Wohnung sieht dadurch manchmal eher wie ein Weinlager als eine Wohnung aus.'

Während Praktika in Michelin-Sterne-Restaurants wurde ich vom „Weinvirus“ gepackt.

„Früher hatte ich Nebenjobs in Kneipen und Diskotheken, wo ich hinter der Bar stand. Das fand ich so toll, dass ich ‚etwas in der Gastronomie‘ machen wollte. Während Praktika in Michelin-Sterne-Restaurants wurde ich vom ‚Weinvirus‘ erfasst und nahm an Weinwettbewerben teil. 2008 wurde ich Zweiter in den Niederlanden bei der Grand Prix Saint-Hubert Prestige, einem Blindverkostungswettbewerb. Dort probierte ich einen Wein, den ich nicht erkannte, aus dem Libanon. Ich reiste dorthin und begann, libanesischen Wein selbst zu importieren.“

Ich besuchte auch Jordanien und Syrien. So entstand mein kleines Weinimportgeschäft, mit ausschließlich biologischen Weinen aus dem Nahen Osten. Im Laufe der Jahre habe ich mein Duft- und Geschmacksspektrum aufgebaut. Immer noch rieche ich an allem, von einer Lederjacke bis zu einer reifen Avocado, denn wenn man nicht weiß, wie etwas riecht, kann man es auch nicht im Wein erkennen.

Über einen befreundeten Chefkoch bin ich im Hotel Arnhem gelandet, wo ich nun seit dreieinhalb Jahren mit Freude arbeite. Als kreativer Mensch strotze ich vor Ideen, wie Abende rund um Wild und Wein. In meiner Freizeit jage ich in der Achterhoek, wo ich herkomme. Mit meiner großen Liebe Linda, die ich bei Van der Valk kennengelernt habe, machte ich kürzlich eine wunderschöne Weinreise durch Deutschland, eines meiner Lieblingsweinländer. Zuhause sprechen wir dann auch oft - bei einem guten Glas - über Wein.

Mark (49) Restaurantmanager im Van der Valk Hotel Arnhem

Seit meiner Kindheit stand ich gerne in der Küche, und das gemeinsame Essen war in unserer Familie immer wichtig.

David (24) Maître-Sommelier bei Van der Valk het Arresthuis, Roermond

Seit meiner Kindheit stand ich gerne in der Küche, und das gemeinsame Essen war in unserer Familie immer wichtig. Während meiner Schulzeit begann ich als Gastgeber im Het Arresthuis. Eigentlich wollte ich Jura studieren, aber die Arbeit gefiel mir so gut, dass ich beschloss, zu bleiben. Mit achtzehn Jahren erwarb ich mein erstes WSET-Diplom, einen Grundkurs in Wein. Als Maître-Sommelier kümmere ich mich um weit mehr als nur um Wein. Ein Sommelier sorgt für die allgemeine Atmosphäre. Der Service, das Essen und die Weine hier sind von ausgesprochen hohem Niveau; es ist Fine Dining auf eine gemütliche Art und immer mit einer persönlichen Note.

Ich bin ein Sommelier der Gefühle und nehme Gäste gern mit in die Philosophie des Winzers. Wein bleibt faszinierend; man kann nie alles wissen oder probieren. Jeder Sommelier ist neugierig und offen für Erneuerung.

Het Arresthuis ist eines der kleinsten Van der Valk Hotels, aber mit nicht weniger als 350 Weinen haben wir die größte Weinkarte. Ich habe eine klare Handschrift: In meinem Weinarrangement verwende ich ausschließlich europäische Weine, mit hier und da einem Sake, einem japanischen Reiswein. Auch serviere ich keine Weine zum Dessert, sondern immer einen Cocktail. Zu Hause koche ich einfach und genieße einen einfachen Wein mit einer Käseplatte oder Minipizzen mit Oliven, Rucola und Balsamico, dazu einen luxuriösen Amarone Wein. Für mich geht es darum, mit den Menschen anzustoßen, mit denen man zusammen ist; das bleibt der schönste Moment.